Anstupser


In meinen Zwanzigern gab es eine aufgebürdete Coaching-Erfahrung, die mich tief geprägt und verletzt hat. So einen Psychoterror wollte ich nie wieder erleben! Lange habe ich Menschen dafür verurteilt, einen Coach zu “brauchen” und so schwach und manipulierbar zu sein. Heute tue ich es selbst, heute lasse ich diese Unterstützung zu – heute erkenne ich, es gibt Trainer die es ehrlich meinen und helfen wollen. Und ich bin rückblickend für die Erfahrung dankbar, dass sie damals mein Ego berührt und aufgerüttelt hat. Das Rheuma ist mein und bleibt mein größter Life Coach, doch auch Verena macht ihre Sache richtig super (-: Lest selbst.

 Verena hat mir geholfen zu sehen, dass ich mir einen viel zu hohen Erwartungsdruck an mich selbst und meinen Heilungsprozess gemacht hab.  Ich habe spüren und erleben können, dass ich zwar in der Theorie weiß, mir die richtigen Fragen zu stellen, um bestimmte Symptome noch aufzulösen – mir jedoch selbst auf diesem Weg und in diesem Prozess im Wege stehe, wenn ich das Gelernte nicht lebe. Wenn ich an Ängsten festhalte, grüble, mir Druck und Sorgen mache...

Wir haben konkrete Übungen gemacht, sie hat mich positiv mit meiner Kontrolle und meinem Perfektionismus konfrontiert und ich habe gemerkt, wie sehr ich mich doch “verkopft” habe. Ja, da hat Verena eine großartige Beobachtungsgabe: den Finger in die Wunde zu legen. Auch wenn es mein Ego kratzt ist es ein Segen, wenn jemand von außen auf dich und dein Verhalten schaut und Feedback oder Anstupser gibt.

Den Aha-Effekt mitnehmen und etwas damit machen, das kannst dann nur du selber. Und genau das ist ja das Magische daran, und für mich macht ein gutes Coaching genau das aus: Hilfe zur Selbsthilfe – und dann seinen Weg gehen. Bei mir heißt das nun raus aus dem Kopf und dem Gedankenkarussell, Heilen durch (Er)Leben. Healing by living, oder learning by living...

Für diese Erkenntnis bin ich dankbar und gespannt, was dadurch noch entstehen wird.  Also – lebe ich jetzt einfach mal ein bisschen!