Reflektion

27.07.2019

Wake up, wake up… I see the sun. Ich kann wieder ohne Schmerzen in die Sonne schauen – ich heile. Ich bin in Remission!

Ihr Lieben, es ist kaum zu glauben: ich habe diese gute Nachricht schon am 18.06.2019 erhalten, als mein Augenarzt absolut keine Entzündungen mehr fand und eine 80%ige Sehkraft auf beiden Augen festgestellt hat, und doch hat es bis zum 12. Juli gedauert, bis ich mir der Tragweite dieser Botschaft wirklich bewusst geworden bin – bis ich sie annehmen konnte.

Remission bedeutet, ich habe keine Symptome, bin schub- und entzündungsfrei und das Rheuma hat sich sozusagen schlafen gelegt. Ich bin in Remission – I'm in remission – und das heißt: I RE-membered my MISSION.

Seit 16. Juli reduziere ich das Decortin von 5 auf 3.75 mg, und wenn ich mich damit weiterhin so super fühle wie aktuell geht's am 12. August den nächsten Schritt runter auf 2.5 mg. Wohooo!

If we know the name of our fear we're not in danger.
If we notice all this then we know.
The fear is over.

Gesundheit ist ein Selbstgespräch.
Zitat Agranulozytosepng
Heute vor 9 Jahren geschah für mich das Wunder meines Überlebens. Heute ist der Tag meiner Neugeburt. Heute bin ich an einem heilsamen Punkt, an dem meine “Selbsts” glasklar miteinander kommunizieren. 2019 ist ein Jahr, das mir viel abverlangt, mir viel geschenkt und viel in mir angeschubst hat. Es hat in und an mir immense und bahnbrechende Veränderungen auf allen Ebenen angestoßen. In diesem Prozess habe ich mir alle meine Beiträge in rheumatopia nochmals voll und ganz zu Herzen genommen: 

Wieso wollte ich diese Erfahrung machen? Welche Bedeutung liegt unter der Oberfläche? Wer bin ich dadurch geworden? Wie hat mich das zum Positiven verändert? Was durfte ich (über mich) lernen? Wo sind noch Blockaden?

Der Rückblick tat wohl und war augenöffnend. Ich schaue voller Dankbarkeit auf meinen Weg, der mich hierhergeführt hat, hierher zu meiner Rheuma-Freiheit. Stück für Stück habe ich meine Selbstheilungskräfte entfaltet, nach und nach bin ich eins mit mir geworden. Ich bin gereift und bereit, die Liebe zu mir selbst bedingungslos zu machen, absolut Verantwortung zu übernehmen, mit meinem Ego und meinen Gefühlen zusammenzuarbeiten und meine Glaubenssätze zu erneuern. Ich traue mich, mir voll und ganz zu vertrauen.

Diese Reflektion, dieser Blick in den Spiegel, ist der Wegbereiter für einen Neubeginn. Ich schenke euch nun einen Überblick sämtlicher Blogbeiträge bis dato, in chronologischer Reihenfolge und mit meiner Quintessenz daraus; so ein Rückblick bringt viele Themen auf, und darüber erzähle ich euch dann ausführlicher in den neuen Texten. Und jetzt, komm mit mir, ich nehm' dich bei der Hand – und zeige dir, was in rheumatopia gewachsen ist.

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♥ MRT (passender Beitrag: Knochendichtemessung)
Glücklicherweise darf ich heute sagen, ich habe mich an diese Untersuchungen gewöhnt, denn ich habe keine Angst mehr vor dem Ergebnis. Atlas, der die Last der Welt auf den Schultern trägt... Seit ich nicht mehr denke, ich müsse mich für alles verantwortlich fühlen und dabei das Gewicht der Erde schultern, lassen meine Halswirbel locker. Ich habe mir damit eine völlig neue Bewegungsfreiheit geschenkt.

♥ Humira (passende Beiträge: Enbrel, Simponi)
Medikamente, die nicht mehr wirken, sind keine Niederlage. Sie haben ihre Zeit gehabt, uns ein Stück des Weges begleitet und uns in diesem Moment geholfen – dann dürfen sie weiterziehen. Es hilft mir nicht, in Sorge zu leben und meine Lebensfreude vom Ergebnis abhängig zu machen. Es ist wie es ist und es kommt wie es kommt. Und meine Seele weiß, was kommen darf.

♥ Uveitis (passende Beiträge: Makulaödem, Alltagserlebnisse: Meine Augen)
Uveitis ist auch eine Erinnerung an Dankbarkeit, danke dass ich sehen kann! Und sie hat mir gezeigt, was ich nicht sehen wollte, wofür ich blind war.

♥ Schmerzen (passender Beitrag: Schmerz ist unumgänglich, Leiden ist wählbar)
Es gibt diesen einen Punkt im Gelenk, der nicht weh tut, egal wie groß der Schmerz drumherum ist. Auf diesen fokussiere ich mich, jetzt, wo ich völlig Rheumaschmerz-frei bin und eine neue Schmerzart entdeckt habe: den heilsamen Loslass-Schmerz. Er entsteht, wenn sich Blockaden lösen. Wie im Körper, so im Herzen.

♥ Enbrel (passende Beiträge: Humira, Simponi)
Bei diesem Beitrag habe ich über meine eigenen Worte Gänsehaut bekommen. Ich spüre die Dankbarkeit, die Faszination, die Rührung, die den Text so emotional machen. Ich möchte die Vergangenheits-Natascha ganz fest in den Arm nehmen und ihr Danke sagen dafür. Das Enbrel hat meinen Geist geöffnet, den Nebel im Kopf, den brain fog hinweggefegt und Platz gemacht für alles, was ich heute über den Leben und mich selbst begreife. Wie mein lieber Freund Thomas aus Zürich sagt: Es ist schön, seitdem meine Transformation mitzuerleben.

♥ Verformung (passende Beiträge: Orthesen, Schienenparade, Ergotherapie)
Natürlich bringt es Trauer mit sich, wenn der Körper nicht mehr so funktioniert wie er einmal funktioniert hat. Jedoch hat alles seine Bedeutung und man lernt, die Botschaften zu verstehen. Heute kann ich sagen, ich bin gesünder, beweglicher und kräftiger als vor 20 Jahren! Dein Körper ist ein Geschenk. Hand auf’s Herz, spüre dein Herz – denn solange dein Herz schlägt, bist du am Leben. Wir dürfen lernen, unsere Körper zu lieben, auch wenn sie anders aussehen als der Durchschnitt.

♥ Orthesen (passende Beiträge: Verformung, Schienenparade, Egotherapie)
Das Ziel ist schlussendlich auch nicht, dass man alles dafür tut, um dies und das irgendwann nicht mehr zu brauchen. Der Blickwinkel darf so sein, dass man aktiv wählt, etwas zu nutzen, das einem das Leben leichter macht – ohne ein Gefühl der “ich kann nur noch damit” und Abhängigkeit zu entwickeln. Und, note to myself: die Orthesen trage ich nicht länger, um Neugier zu erzeugen oder Aufmerksamkeit zu gewinnen.

♥ Nebenwirkungen (passende Beiträge: Agranulozytose, Enbrel, Wer bin ich?)
Die Angst, dass es nicht anhält, dass es zu schön ist um wahr zu sein... Doch Angst ist eine Hypothese über die Zukunft und Gedanken sind keine Fakten! Angst ist ein Beschützer, denn unser Gehirn tut alles, um unser Leben zu beschützen und unser Überleben zu sichern.

♥ Ernährung
Nahrung ist tatsächlich Medizin und damit nicht die ganze Lösung. Eine Ernährungsumstellung ist ein wichtiger Baustein, um Symptome zu lindern, doch Gesund-Werden ist etwas Ganzheitliches. Wenn die Lebensmittelauswahl zum Dogma wird beginnt der Kampf mit dem Perfektionismus und “Sünden” werden zu Schüben. Ich ernähre mich aus Mitgefühl vegan, doch ich bestrafe mich nicht länger oder suche Rechtfertigungen dafür, warum ich den “versehentlich” mit French-Dressing zubereiteten Salat im Restaurant oder das Curry mit dem Schuss Sahne am Buffet “trotzdem” esse. Was intuitiv und im Einklang mit meinem Bauchgefühl ist, ist in dem Moment die richtige Nahrung.

♥ Schlaf
Im Schlaf erholt sich die Seele vom Körper und ich dachte lange, wenn ich viel schlafe bin ich ausgeruhter. Das Gegenteil ist nun für mich wahr. Durch das Plus an Energie, weil es mir rundum so fantastisch geht, benötige ich wesentlich weniger Schlaf als früher und komme auch gut mit unter 7 Stunden zurecht. Weil meine Seele tagsüber schon mit meinem Körper im Einklang ist (-:

♥ Reisen
Wer einmal einem Rentier in die Augen geblickt hat, in eineinhalb Metern Abstand nahezu auf Tuchfühlung mit diesem halbwilden, sanftmütigen, faszinierenden Geschöpf, vergisst das nie mehr. Das geht direkt ins Herz. Rentiere sind sisu auf vier Beinen. Finnland hat mir auch mein sisu bewusst gemacht. Hier habe ich gelernt, dass ein Problem erst dann ein Problem ist, wenn es keine Lösung mehr gibt.

♥ Du bist nicht allein.
Ah, der Beginn der pinken Sprüche! So eine schöne Idee, die ich bis heute weiterverfolge. Du bist nicht allein heißt auch, we are all in this together. Und: we are all one. Es ist so schön, eine Gemeinschaft zu haben, Menschen, mit denen man sich von Herz zu Herz verbunden fühlt und mit denen zusammen wundervolle und bereichernde Momente entstehen. We are all one. There is enough. Love is all there is.

♥ Bewegung (passende Beiträge: Gelenksteifigkeit, Meine “Rheumavision” und mein allererstes Interview!)
Je gesünder – seelisch und infolge dessen körperlich – ich geworden bin, desto mehr konnte ich machen. Je mehr ich machen konnte, desto mehr Vertrauen bekam ich in meine Fähigkeiten. Je mehr ich mir vertraute, desto mehr machte ich, bekam dabei nebenbei immer mehr Kraft und konnte noch mehr machen. Und desto gesünder wurde ich wiederrum! Es ist eine positive Aufwärtsspirale, ein Sog, etwas das dich zieht und trägt und du wächst über dich hinaus, schaffst mehr als du je für möglich gehalten hast.

♥ Jungrheumatiker Ulm (passende Beiträge: Unser Flyer, Gelenkschutzschulung Teil 1 und Teil 2, Werbung)
Ich bin so dankbar für diese Gemeinschaft. Sie hält mir selbst den Spiegel vor und bringt mir bei, das Beste aus mir herauszuholen, um immer wieder neue Impulse zu geben. Und dazu, erkennen zu lernen, wofür der andere bereit ist; welches Level an Bewusstsein da ist und ob er/sie überhaupt in der Lage und Willens ist, sich Neues und Unbekanntes anzuhören. Wenn man damit arbeitet spürt man ganz intuitiv, wie weit man “gehen” kann und wo man besser einfach nichts mehr sagt. Und wartet, bis sich etwas ent-wickelt.

♥ Ergotherapie (passende Beiträge: Verformung, Hilfsmittel, Schienenparade, Orthesen)
Ich sehe mich heute nicht mehr als beständige Baustelle, sondern als “work in progress”. Es kann immer noch Durchbrüche geben, auch wenn scheinbar alles dagegen spricht. Das habe ich vor zwei Wochen erlebt. Meine linke Hand, in der 33 Jahre des Festhaltens stecken, die schon operiert und teilversteift werden sollte lässt durch Sabines Hilfe los und wird beweglich.

♥ Schmerz ist unumgänglich, Leiden ist wählbar (passender Beitrag: Schmerzen)
Du denkst, es ergibt alles keinen Sinn und du suchst verzweifelt nach einem Sinn und es gibt keinen. Aber es fängt an, Sinn zu machen, wenn du siehst, dass der Schmerz mit dir aufhört und du ihn zu Liebe machst, weil du diesen Schmerz nicht weitergeben willst vor lauter Liebe und Mitgefühl und Stärke. All der Schmerz, den ich erlebt und in mir aufgenommen, angesammelt habe, hört mit mir auf und mit der Liebe.

♥ Maudie
Dazu fällt mir noch ein motion picture ein, nämlich the Hauting of Hill House. Diese Serie fasziniert mich so, mir kullern Tränen der Rührung über das Gesicht. So viel Tiefgang – ein Juwel. Und dieses Zitat möchte ich mit euch teilen:

“Ich hab ein Geheimnis erfahren: es gibt kein Ohne. Ich bin nicht fort. Ich bin zersprungen in unendlich viele Teilchen, die auf dein Leben rieseln wie... frischer Schnee. Vergebung ist warm, wie eine Träne auf der Wange. Denkt daran, und an mich, wenn ihr im Regen steht. Ich habe euch alle geliebt, und ihr habt mich geliebt. Nur das zählt. Der Rest ist Konfetti.” – Nell.

♥ Gelenksteifigkeit (passende Beiträge: Bewegung, Meine “Rheumavision” und mein allererstes Interview!)
Meine steifen Gelenke zwangen mich sanft zum Anhalten und zu innerer Einkehr. Denn: in der Ruhe liegt die Kraft! Ich war zu rastlos, zu getrieben und zu verbissen. Ich musste erst im Außen steif werden, um im Innern wieder flexibel zu werden.

♥ Blutwerte
Nothing to fear but fear itself. So sehe ich die regelmäßige Blutkontrolle heute unter der Prämisse: Lass uns schauen, dass wir frühzeitig erkennen, ob etwas in Schieflage gerät; aber lass uns uns nicht verrückt machen durch Werte, die nicht in eine Norm passen, weil kein Mensch in eine Norm passt.

♥ Lernprozess (passende Beiträge: Lernprozess (Nachtrag), Lernprozess (mobil))
Wenn ich diesen Beitrag heute lese kann ich kaum glauben, dass ich mir damals selbst schon die richtigen Hinweise und Antworten gegeben hatte und dennoch nicht das ganze Bild sehen wollte, die Tragweite, die noch viel größer war. Der wahre Lernprozess dahinter ist nicht: erinnere dich daran, dass du deine Medis nicht absetzen, deine Therapie nicht ändern sollst. Der Lernprozess ist keine Geschichte des Scheiterns und “Rheumis dürfen ihre Medis nicht absetzen”. Der wahre Lernprozess ist: Erkenne, was du wirklich willst, was du fühlst, was deine Beweggründe sind und: Wofür du bereit bist. Dieser Glaubenssatz, es war schon einmal so und das passiert wieder, hemmt mich. Darüber bin ich im Zuge der Kortisontherapie, als ich MUSSTE, zum Glück hindurchgegangen. Es ist lediglich der Überlebensmodus unseres Gehirns, das versucht, Muster zu erkennen, um uns zu beschützen.

♥ Unser Flyer (passende Beiträge: Jungrheumatiker Ulm, Unsere Gelenkschutzschulung Teil 1 und Teil 2, Werbung)
Inzwischen kann man mir übrigens auch an n.knopf@rheuma-liga-bw.de schreiben (-: Die Unsichtbarkeit der Krankheit ist Fluch und Segen, aber eben auch eine selbstgewählte Opferrolle, in die wir uns gerne begeben. Lösen wir den Knoten.

♥ Gesundheit ist... (passender Beitrag: Gesundheit ist...)
Ich erzähle mir ständig diese Geschichte: ich habe juvenile idiopathische Arthritis und Uveitis, ich bin chronisch krank. Ich habe diese Krankheit in meinem Leben manifestiert – darum bleibt sie. Ich sehe mein Leben durch die Augen dieser Krankheit und sage, ich wüsste nicht, wo ich wäre, wer ich wäre, ohne sie. Ich habe sie gebraucht, um der Mensch zu werden, der ich jetzt bin. Sie hat mir meine Stärke gegeben, hat mich geschliffen. Doch jetzt?

♥ Lernprozess (Nachtrag) (passende Beiträge: Lernprozess, Lernprozess (mobil))
Ich bin nicht meine Geschichte heißt nicht, dass die Geschichte nicht geschrieben wurde, die Dinge nicht passiert sind und ich alles verdränge, meine Vergangenheit in die Luft sprenge und alle Zelte hinter mir abbreche. Ich bin nicht meine Geschichte heißt, ich reduziere mich nicht auf meine Erlebnisse. Mein Leben liegt in meinen Händen, das war immer so und wird immer so sein. Ich erschaffe meine Realität und treffe meine Entscheidungen. Was geschehen ist prägt meine Zukunft, meine Werte, das Lebensgefühl und die Glaubenssätze, aber es kontrolliert mich nicht in meiner Entfaltung, wer ich wirklich sein will.

♥ Unsere Gelenkschutzschulung Teil 1 (passende Beiträge: Jungrheumatiker Ulm, Unser Flyer, Unsere Gelenkschutzschulung Teil 2, Werbung)
Oberflächlich betrachtet: ihr sollt euren Gelenken nicht weh tun. Die tiefere Botschaft darunter ist aber: tut euch selbst nicht weh. Seid nicht gemein zu euch, versucht nicht mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, verbissen zu sein, so zu sein wie alle. Lasst… los!

♥ Hilfsmittel (passende Beiträge: Unsere Gelenkschutzschulung Teil 1 und Teil 2, Ergotherapie, Verformung, Schienenparade, Orthesen)
Hilfsmittel sind ein Übergang zur Heilung. Ich sehe an mir selbst, dass je mehr Kraft und Vertrauen in meine Hände zurückkehrt, je weniger bin ich darauf “angewiesen”.

♥ Die Welt ist eine Brücke
An Brücken, Balkonen und Bahngleisen spüre ich oft den Sog der Tiefe. Diese Millisekunde, die dir sagt: und wenn du jetzt einen Schritt machst ist dein Leben vorbei. Die Bedeutung? Lebe! Jede Sekunde! Du weißt nicht, wieviel Zeit du hast, aber du weißt: du hast diesen Moment. Dieser Moment ist alles, was du hast.

♥ Tierversuche
Es geht also gar nicht so sehr um Verdrängung. Verdrängen oder ein zur Seite schieben löst das Problem nicht auf. Es geht um Anerkennen: Ja, es gibt dieses Leid in der Welt. Und ja, ich spüre dieses Mitgefühl, weil ich ein fühlendes, empathisches Wesen bin. Doch wo liegt die Botschaft dieses Gefühls? Für etwas Kämpfen, da ist es übrigens wieder. Nein – wir kämpfen nicht. Wir umarmen.

♥ Alltagserlebnisse: Im Bus. (passende Beiträge: Unsichtbar, Alltagserlebnisse: Leukopenie)
“Seht her, ich habe eine unsichtbare Krankheit!” Ich habe mich so sehr mit diesem Label identifiziert, dass ich es bei jeder sich bietenden Gelegenheit meinen Mitmenschen unter die Nase reiben musste. Hier ging es in der Tiefe meines Herzens nie wirklich um Bewusstsein-Schaffen, vielmehr habe ich einfach im Außen die Aufmerksamkeit gesucht, die ich mir selbst zu wenig geschenkt habe.

♥ Meine “Rheumavision” und mein allererstes Interview! (passende Beiträge: Bewegung, Gelenksteifigkeit)
Korrektur: Es geht mit der Beweglichkeit nicht schleichend bergab, denn die Zeit ist hier nicht der ausschlaggebende Faktor. Das bewusste Leben und die innere Flexibilität sind entscheidend.

♥ Liebeserklärung (passender Beitrag: OSG-TEP)
Mein Superheld verriet mir dieses Jahr, dass sein ihm persönlich-bekannter Patientenrekord bei 23 Jahren liegt, bis das künstliche Sprunggelenk komplett ausgetauscht werden musste. Na, da habe ich noch 14 Jahre vor mir. Oder sogar 15, denn ich bin bereit und starken Willens, diesen Rekord zu brechen. Challenge accepted!

♥ OSG-TEP (passender Beitrag: Liebeserklärung)
Es ist kein künstliches Sprunggelenk: es ist ein neues Sprunggelenk und mit ihm habe ich wahrlich den Absprung geschafft! Es wurde nicht versteift, ich habe eine TEP bekommen und damit flexibel geblieben!

♥ Outtakes (passender Beitrag: Gefühlswelten)
Das Training hört nie auf. Man ist nicht plötzlich eines Tages weise oder es klickt und auf einmal macht man nie mehr “Fehler” – der Weg ist das Ziel und Erfahrung, Hinfallen und wieder aufstehen, machen das Leben wundervoll.

♥ Energiesparmodus
Ausruhen ist Stresskompensation und absolut gesund. Sei nicht so hart zu dir, wenn du deinen Ansprüchen nicht gerecht wirst; dann warst du zu anspruchsvoll zu dir.

♥ Schienenparade (passende Beiträge: Verformung, ErgotherapieHilfsmittel, Orthesen)
Meine Hände sind so kräftig geworden und vollkommen schmerzfrei, dass ich meine Schienen momentan nicht trage. Ich habe sie jedoch in meinem “Rheuma-Notfallpaket”, eine kleine Stofftasche zum Mitnehmen, und so habe ich die Sicherheit, dass ich im Fall der Fälle darauf zurückgreifen kann.

♥ Kränkeln
Ich wollte den Menschen zeigen, dass man die Immunsuppressiva nicht zu fürchten braucht. Was ich noch nicht sehen wollte war: Wenn ich so gut mit den Medikamenten umgehe, dass ich nicht krank werde, und das alles mit meiner Willenskraft – welche Berge versetzt mein Wille noch?

♥ Einer trage des anderen Last.
Wir müssen uns nicht über alles einig sein. Nur darüber, dass wir uns nicht gegenseitig umbringen. Wenn du dich selbst neu entdecken willst, hilf einem anderen. We are all one.

♥ Gefühlswelten (passender Beitrag: Outtakes)
Ich lerne, mich nicht länger abzugrenzen oder meine Gefühle zu unterdrücken, sondern sie bewusst zulassen, zu fühlen, anzunehmen und damit loslassen, um verarbeiten zu können. Wenn man es sich erlaubt kommt so viel hoch, und der Lohn ist Freiheit.

♥ Alltagserlebnisse: Meine Augen (passende Beiträge: Uveitis, Makulaödem)
Die unsichtbare Uveitis… ich empfinde Mitleid mit dem Ich, das ich war, als dieser Beitrag geschrieben wurde. Ich habe das Bild der unsichtbaren Krankheit zementiert, für Aufmerksamkeit. Der fade Nachgeschmack war mir ein Wegweiser, denn mein Urvertrauen und mein Leben-und-gesund-sein-wollen wusste verdammt genau, dass ich hier ein Spielchen abzog.

♥ Bücher (passender Beitrag: Smartphone
Habt ihr euch beim Lesen gefragt, was hinter diesen Büchern steckt? Ich habe sie ja einfach aufgelistet, ohne zu kommentieren, warum sie mir wichtig sind. Das ruft doch nach neuen Beiträgen (-:

♥ Lernprozess (mobil) (passende Beiträge: Lernprozess, Lernprozess (Nachtrag))
Mein armes Ego… es hat wohl seinen Sinn, dass der Beitrag anders abgedruckt wurde als ich es wollte. Um mir etwas zu zeigen. Ich werde nicht müde, euch und mir selbst immer wieder klar zu legen, mit der Taschenlampe auf die Schatten zu leuchten: Es ist alles nur in meinem Kopf! Schaut auf die positive Absicht dahinter. Und suche keine Aufmerksamkeit im außen: Du bist genug. Sei dir selbst genug.

♥ Selbstmanagement
Heute heißt das Seminar übrigens “Herausforderung Rheuma – Nimm dein Leben in die Hand”. Das tue ich endlich, voller Verantwortung. Ich komme mit der Krankheit, dem Symptom in Frieden und finde heraus, warum ich sie/es entwickelt habe!

♥ Impfen (passender Beitrag: “Impfen” auf Facebook)
Ich habe die Angst hinter mir gelassen, das Impfen könnte einen Rheumaschub auslösen – darauf bin und darf ich absolut stolz sein, denn ich habe einen tief verwurzelten Glaubenssatz erkannt, aufgelöst und überwunden.

♥ Alltagserlebnisse: Leukopenie (passende Beiträge: Makulaödem, Lernprozess)
Ich war wirklich in blinder Panik – dabei hätte ich meinen Körpergefühl vertrauen sollen, dass ich keine schlimmen Symptome hatte, die auf eine wirkliche Notsituation in mir deuten könnte. Ich habe mir nicht vertraut. Nicht gesehen, dass die niedrigen Leukozyten nur der letzte Schubs waren, den es brauchte, um mich zu trauen das Leflon abzusetzen.

♥ “Impfen” auf Facebook (passender Beitrag: Impfen)
;-) Vielleicht wurde hiermit getriggert, auch selbst eine rheumatopia-Facebook Seite zu machen.

♥ Makulaödem (passende Beiträge: Uveitis, Alltagserlebnisse: Meine Augen)
Eine Komplikation… im Uhrmacherhandwerk ist das die Zusatzfunktionen eines Uhrwerks, die über die übliche Anzeige von Stunde, Minute und Sekunde hinausgeht – quasi ein Extra, ein Bonus, ein On-Top, ein Goodie. Die Komplikation des Makulaödem war mein Goodie, um meine Möglichkeiten, meine Sichtweise, zu erweitern: ich schaue mit immer klarer-werdendem Blick nach vorn.

♥ Unsichtbar (passende Beiträge: Alltagserlebnisse: Im Bus., Alltagserlebnisse: Leukopenie)
Es gibt einen von außen oft unsichtbaren Prozess:
1. Du fühlst, dass da mehr ist oder etwas nicht mehr stimmt.
2. Du findest Bewusstsein, das große Bild.
3. Du räumst mit all dem auf, was nicht mehr in dieses Bild passt.

♥ Simponi (passende Beiträge: Humira, Enbrel)
Noch eine Umstellung, noch ein Wechsel… das dritte Biological und das wird doch dann irgendwann mal funktionieren, oder? Dabei hab ich “aus dem Auge verloren”, dass meine Seele schon längst auf anderen Pfaden unterwegs war: Genau wie die Schmetterlingsraupe, die den Prozess – den Schmerz und die Anstrengung der Verpuppung und den “Kampf” aus dem Kokon – braucht, um erst die Stärke in die Flügel zu bekommen, mit der sie als ein Schmetterling fliegt.

♥ Zero Waste Ulm
Wir haben in diesem Leben nur diesen einen Heimatplaneten und wir sind alle unsere Nachbarn – doch mache, wie mit der Ernährung, auch aus der Müllvermeidung kein Dogma mehr. Denn was nützt es mir, wenn ich nichts mehr bewegen (!) kann im Leben, niemanden mehr inspirieren vor lauter Verbitterung?

♥ Facebook, Instagram und twitter (passender Beitrag: Smartphone)
Teilen, liken, kommentieren… das muss man euch nicht sagen, ihr Lieben. Ich brauche die Gier nach Likes und Follows nicht auf dem Silbertablett servieren. Es ist meine Spielwiese und ich habe dazugelernt. (-:

♥ Alltagserlebnisse: Schulzeit
Ich lasse die innere Schuldzuweisung los. Ich habe mir jahrelang die Haut an meinen Fingern genau aus diesem Schmerz heraus zerbissen – damit ich verkrüppelte Finger habe. Und doch ist das nicht die volle Wahrheit, es ist auch nur eine Zwiebelschicht auf dem Weg zum Kern, zum Keimling: das Zerbeissen ist meine Verbissenheit.

♥ Smartphone (passender Beitrag: Bücher)
Aus einem spirituellen Standpunkt heraus ist alles Energie. Nehmen wir die negative Energie auf und verwandeln wir sie in etwas Positives, indem wir so sprechen, dass es gut ist für uns und uns voranbringt. Hin zu einem friedlicheren Miteinander.

♥ Alltagserlebnisse: Ratschläge
Die Anfrage hat mein meinen-mich-rechtfertigen zu müssen getriggert. Doch alles im Leben ist ein Angebot und wir wählen aus, was wir davon mitnehmen wollen. Wenn man nicht nur in seinem eigenen Kopf ist und denkt, nur man selbst kennt den richtigen Weg, dann findet man Weisheit in den anderen – wenn man es versteht, sich zurückzunehmen, hinzuhören und den Menschen wirklich zu sehen.

♥ Kortison (passende Beiträge: Uveitis, Makulaödem)
Bin ich zum Werwolf geworden? Ein Werwolf ist ein menschliches Wesen, dass sich bei Vollmond in einen Wolfsmann verwandelt. Etwas, das er rund 30 Tage im Monat unterdrückt, um dann für eine Nacht sein wahres ich zu zeigen. Oh ja, ich war ein Werwolf: Heute bin ich stolz, meinen Werwolf immer zeigen zu können, mein wahres Ich! Danke Kortison – danke, dass mit deiner Hilfe mein Auge geheilt ist und du meinem Ego einen Schubs versetzt hast.

♥ Weihnachten ist...
Innehalten und sich selbst wieder hören. Spüren, was mir guttut und wo die Reise des Lebens hingehen soll. Klar sehen, was mir wichtig ist in jedem Augenblick, was ich bewegen will – für mich und die Menschen, deren Leben ich berühre. In dieser so emotionalen Zeit kommen die Gefühle, was wirklich zählt, wie von selbst. Wenn wir sie zulassen, uns nicht vereinnahmen lassen von der allgegenwärtigen Betriebsamkeit und uns wirklich auf das Fest der Liebe, Familie und Freundschaft einlassen.

♥ Kortison-Tagebuch 1 (passende Beiträge: Kortison-Tagebuch 2, Kortison-Tagebuch 3, Kortison-Tagebuch 4)
Ich triggerte das Wiederaufflammen eines gestörten Essverhaltens: das Einteilen in erlaubte und verbotene Nahrungsmittel, das Unterdrücken meines Hungers und das Aushalten, mit knurrendem Bauch ins Bett zu gehen. Ich war mir dessen voll bewusst und lange Zeit achtete ich auf meine Gedanken. Doch irgendwann konnte ich nicht aus meiner Haut. Und irgendwann verlor ich die Kontrolle über meine Kontrolle.

♥ Love more
Oder: love even more! Und das sage ich mir jeden Tag, denn ich verhalte mich oft wie eine analytische Persönlichkeit, die versucht, alles vom Verstand her zu denken, um tiefer zu kommen. Ich darf mehr fühlen.

♥ Gesundheit ist... (passender Beitrag: Gesundheit ist...)
Warum haben wir überhaupt Angst vor etwas, gegen das wird nichts tun können, das Fakt ist? Ich glaube, konfrontiert mit dem Tod ist die wirkliche Frage: Was bleibt von uns? Vergessen ist einfacher, wenn man nichts behalten kann. Man kann in diesem Leben nichts be-halten – wir alle gehen und lassen alles hinter uns. Wir können nur etwas an andere Menschen weitergeben.

♥ Kortison-Tagebuch 2 (passende Beiträge: Kortison-Tagebuch 1, Kortison-Tagebuch 3, Kortison-Tagebuch 4)
Ich habe diesen falschen Stolz in mir gespürt auf die Gewichtsabnahme und es war ein Warnzeichen, weil da schon mein Fokus verschoben hatte. Kontrolle ist wirklich und wahrlich “mein” Thema!

♥ Living with Uve
Ich habe durch dich, liebe Lotta, viel mehr gelernt als nur etwas über Uveitis. Du hast mir einen Wink gegeben als du schriebst, du hättest dich in letzter Zeit zu viel mit deiner Krankheit beschäftigt. Dies brachte eine Saite in mir zum Klingen.

♥ Agranulozytose
Diese Gradwanderung zwischen Leben und Tod hat mich wirklich transformiert. Hier fing ich an, tiefer in das Leben zu blicken. Als Mensch mit chronischen Symptomen war das Leben immer anders für mich, mein Blickwinkel auf die Welt anders. Doch damit – da habe ich eine Kraft in mir angezapft, eine Verbindung geschaffen, die seitdem unzerstörbar besteht. Manchmal vergesse ich sie für ein paar Momente (Tage, Wochen), damit ich das Erinnern genießen kann: denn sie ist immer da.

♥ Inspiration
Ignite your fire daily! Ich verbinde mich täglich mit der besten Version der größten Vision, die ich jemals über mich hatte: meiner Intuition, meinem höheren Selbst. Was auch immer für euch funktioniert – macht es. Damit ihr nicht wieder reingeworfen werdet in den Strudel, das sprichwörtliche “Zerdenken”, mit dem man sich selbst in einen niedrigeren Bewusstseinszustand manövriert, auf dem man plötzlich keine Hoffnung mehr sieht.

♥ Gesichtspunkte
Es hat lange dauert, aber inzwischen liebe ich meine Sommersprossen. Bedingungslose Selbstliebe heißt auch, Frieden schließen mit dem Spiegelbild.

♥ Kortison-Tagebuch 3 (passende Beiträge: Kortison-Tagebuch 1, Kortison-Tagebuch 2, Kortison-Tagebuch 4)
Durch die Gefühlsschwankungen habe ich gelernt, dass Gefühle Botschafter sind, aber dass ich nicht meine Gefühle bin. Es war der Moment, als der Schlüssel ins Schloss gesteckt und zaghaft umgedreht wurde, zu den Türen in mir, die geöffnet werden wollten.

♥ In der Ruhe liegt die Kraft.
...und wenn du dir selbst in Ruhe zuhörst, in Stille dem inneren Dialog folgst und wirklich hinhörst, was dich beschäfigt und was du braucht – dann sorgst du für deine Bedürfnisse und findest zur Quelle deiner Kraft.

♥ Kortison-Tagebuch 4 (passende Beiträge: Kortison-Tagebuch 1, Kortison-Tagebuch 2, Kortison-Tagebuch 3)
Surrender now... Lay down your arms, girl. Die Steifheit in den Knochen, das war schon mein innerer Kampf. Ich war festgefahren und eingesteift in meiner Sichtweise.

♥ Knochendichtemessung (passender Beitrag: MRT)
Man ist nur so krank wie man sich fühlt, und wie man sich selbst definiert. Ich habe eine Diagnose erhalten und diese heißt Osteopenie – nicht mehr, nicht weniger. Wie lange diese schon besteht weiß niemand, und dass sie mich in meinem Leben überhaupt nicht einschränkt ist ein Fakt.

♥ Kortison-Depression
Ich habe durch das ständige Kämpfen meine Kräfte erschöpft. Das ist es, was mir die Kortison-Depression aufgezeigt hat. Genau, es reicht – es reicht mit dem Kämpfen gegen mich, es reicht mit der Kontrolle, es reicht mit dem “mich zusammenreißen”. Denn das ist nur ein anderer Ausdruck ist für Unterdrücken und Beiseite schieben; und am Schluss reiße ich mich wirklich zusammen, nämlich: auseinander.

♥ Werbung (passende Beiträge: Jungrheumatiker Ulm, Unser Flyer)
Verfangen wir uns nicht gemeinsam “im Verbund der unsichtbar Kranken” in einer Opferrolle. Lasst uns uns gegenseitig immer wieder neue Impulse geben und uns gemeinsam weiterentwickeln!

♥ Müdigkeit
Aus dem Schmerz kommt die Stärke, eine spirituelle Stärke, und manchmal bin ich müde, stark zu sein. Ich habe hier angefangen, mich treiben zu lassen, in den Flow zu kommen und die Kontrolle, den Zwang und das Grübeln loszulassen. Mein Körper hat mich im Prinzip “overruled”, meinen rastlosen Verstand ausgeknockt, und so den Boden bereitet für den wachen Zustand, in dem ich heute diese Zeilen schreibe.

♥ Organspende und Essstörungen
Ich habe eine sehr lange Phase meines Lebens mit einem gestörten Essverhalten und Selbsthass auf meine Figur verbracht. Das heile ich nun endlich, aus der Wurzel heraus. Mein Körper ist ein wundervolles Geschenk, durch das ich dieses Leben erfahren und Liebe schenken darf. Trotzdem bin ich nicht mein Körper – was nach meinem Tod mit ihm passiert ist für mich nicht mehr von Bedeutung. In diesem Licht betrachtet ist die Beerdigung oder die Verbrennung unseres Körpers, ohne vorher noch wiederverwendbare Organe entnommen zu haben, eine verpasste Chance und eine traurige Ressourcenverschwendung. Die Angst vor dem Tod hemmt uns.

♥ Unsere Gelenkschutzschulung Teil 2 (passende Beiträge: Jungrheumatiker Ulm, Unser Flyer, Unsere Gelenkschutzschulung Teil 1, Werbung)
Ich korrigiere: Was von innen schwach ist muss solange von außen unterstützt werden, bis es von innen heraus stark wird!

♥ Liebesleben
Über Sex zu sprechen heißt auch zu zeigen, dass man über alles sprechen kann, dass es keine Tabuthemen gibt, weil Tabus per se schädlich sind. Alles, wirklich alles, kann differenziert betrachtet werden. Und alles, wirklich alles, geschieht aus Liebe. Denn auch hinter der schlimmsten Gräueltat die du dir vorstellen kannst steht die Frage: “Was liebst du so sehr dass du dachtest, du müsstest das tun?

♥ The Beauty of Gemina
Das ist es, was Worte nicht ausdrücken können! Musik hilft, unser Herz zu öffnen. Warum gehen Menschen heute noch immer zu einem Live-Event, wo sie daheim eine CD anhören oder eine DVD schauen könnten? Weil im gemeinsamen Erleben, wenn der Funke überspringt und etwas Größeres entsteht, echte Verbundenheit spürbar wird die wir alle zum Leben brauchen wie das Licht unserer Sonne und die Luft in unseren Lungen. Weil dort etwas Magisches passiert, wenn unsere Herzen vor Liebe im Gleichklang schlagen. Und wir dabei hautnah spüren, dass wir alle eins sind.

♥ Links
Was ist Rheuma? “Aus allen Blickwinkeln beleuchtet” wird die Frage auf dieser Seite leider nicht. Denn Rheuma bedeutet mehr als die Diagnose einer unheilbaren Autoimmunkrankheit, mehr als Medikamente und Arzttermine, mehr als Blutuntersuchungen, MRT, Physio- und Ergotherapie, mehr als Ernährungsumstellung und Bewegung und Ruhe, mehr als steife Gelenke und Entzündungen und Schmerzen und Anderssein. Rheuma ist ein Geschenk.

♥ Hilfestellung
Diese Ratschläge gelten für das Zusammenleben aller Menschen, egal womit sie sich gerade plagen. Ich kenne dieses Dilemma, diesen Spagat zwischen “normal behandelt werden wollen” und “trotzdem Rücksicht auf meine Krankheit nehmen” nur zu gut. Er hat mich oft genug innerlich zerrissen und mich mit der Frage sitzen lassen: Was will ich denn überhaupt – gesund sein oder chronisch krank?

♥ The Spoon Theory/Löffeltheorie
Ich bin kein Spoonie mehr, denn ich weiß, meine Kraft ist unendlich. Ich will mich nicht mehr erklären. Wenn ich Energie habe bin ich aktiv, wenn ich müde bin lege ich mich hin, wenn mir etwas zu viel wird ziehe ich mich zurück – einfach, weil es mir in diesem Moment guttut. Wie bei jedem anderen Menschen auch.

♥ sisu & seva
...ist Nehmen und Geben, wie die Symbolik unser beider Hände. sisu bedeutet für mich nicht kämpfen, sondern annehmen. Lernen, mit dem zu leben und mit dem zu arbeiten, was da ist, und das Beste daraus zu machen im Vertrauen auf die innere Stärke. seva heißt auch, ohne Erwartungen beim anderen zu sein und einfach Freude zu empfinden, ein Dienstleister auf seinem oder ihrem Weg sein zu dürfen durch die Begegnung mit mir; dabei entsteht eine Dankbarkeit in mir, die mir selbst dient.

♥ Wer bin ich?
Das ist die Frage aller Fragen, die bisher stets lautete: “Wer bin ich mit meinem Rheuma?” In diesem Geist habe ich rheumatopia gestaltet. Heute, Schicht um Schicht näher an meinen Kern geführt, heißt die Frage: “Wer bin ich ohne das Rheuma?” Und: “Was hält mich noch davon ab, wirklich gesund zu sein?” Ich lerne, das Rheuma als Symptom zu sehen und nicht als etwas, das ich bin oder das ich habe. Ich entdecke es als den Weg meiner Seele zu meinem wahren Selbst und sehe die Symptome als Botschafter. Ich lerne, loszulassen, um Neues in die Hand nehmen zu können. Damit schließt sich ein Kreis und ich begieße die neue Aussaat in rheumatopia.

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