Wunder geschehen

Mein Knochenmarködem ist weg! Der unbequeme Zeitzeuge, dass immer noch Entzündungen in meinem Atlantoaxialgelenk sind, dass der Dens nekrotisch werden und die Halswirbelsäule instabil werden kann, dass irgendwann einmal operiert und versteift werden muss – dieses Ding, das ich seit 2013 mit mir rumschleppe, ist WEG!

Gestern lag der MRT-Bericht im Postkasten. Ich habe noch nie mit so flauem Magen und zitternden Knien einen Briefumschlag geöffnet. Der erste Blick auf das Blatt Papier, auf die Kürze des Textes, ohne auch nur irgendeinen Buchstaben bewusst gelesen zu haben, hat genügt um zu wissen. In diesem Moment stand die Welt still. Ich hab geweint vor Glück, Erleichterung und Dankbarkeit. Es ist ein Wunder. Nach Metothrexat, Enbrel, Humira und Simponi, das alles nur wenig gegen das Ödem ausrichten konnte, ist es jetzt... einfach weg.

DANKE – was auch immer dazu beigetragen hat, die Summe all dessen, was mich auf diesen Weg geführt und mich auf diesem Weg begleitet hat – DANKE!

❀ Danke, meinen Therapeutinnen für ihre wunder-vollen Hände, unsere Gespräche und die vielen heilsamen Anstupser,
❀ meiner Familie, die in Sonnenschein und Sturm an meiner Seite steht und mich bedingungslos liebt,
❀ meinen Freunden, die mich wirklich sehen und mich erden.
❀ Danke an all die Begegnungen, Inspirationen, Mentoren und guten Geister, von denen ich nie verlassen wurde (-:
❀ Danke Knochenmarködem, dass du mir meine Halsstarrigkeit gezeigt hast.
❀ Und danke an mich selbst, mein sisu und mein seva, weil ich mir endlich den Wert und die Erlaubnis gegeben habe, ein Leben in Gesundheit leben zu dürfen und daran glaube, dass es möglich ist.

“Du hast es verdient, gesund zu sein” bedeutet: Ich diene mir selbst, ich wertschätze mich selbst und ich liebe mich selbst so sehr, dass ich gesund sein und gesund werden darf. Das kannst nur du allein. Gib dir diesen Wert. Es ist dein Geburtsrecht.

Wunder gescheh'n
ich hab's gesehen
es gibt so Vieles was wir nicht versteh'n
Wunder gescheh'n
ich war dabei
wir dürfen nicht nur an das glauben was wir seh'n.
– Nena.

Man sieht nur mit dem Herzen gut.
Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
– Der kleine Prinz.